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Hybridtechnik entschlüsselt

 

Hybridautos – Was genau ist Hybrid?

Die Zeiten, als Hybridautos mit merkwürdigem Design auffielen und die Auswahl der Hersteller, die solche Modelle in Serie produzierten, begrenzt war, sind vorbei. Wer sich heute dafür entscheidet, ein solches Fahrzeug zu kaufen, wird bei fast allen großen Herstellern fündig. Vom Kleinwagen über SUVs bis zum Luxusportwagen – inzwischen wird die Technik einfach in die Modelle der verschiedenen Baureihen eingebaut. In den Verkaufsräumen von BMW, Mercedes Benz, Toyota und Co. stehen heute tatsächlich mehr Hybrid-Fahrzeuge als jemals zuvor!

Hybrid bedeutet von zweierlei Herkunft oder aus Verschiedenartigem zusammengesetzt.

Aber was genau ist in Bezug auf Hybridautos damit gemeint? Das Prinzip eines Hybridfahrzeugs ist so simpel wie logisch: Im Hybridmotor werden zwei unterschiedliche Antriebe vereint. Die derzeit gängigste Kombination ist die Verbindung eines Elektromotors mit einem Verbrennungsmotor.

 

Hybrid ist nicht gleich Hybrid!

Auch zwischen den Hybrid-Autos gibt es Unterschiede. Zwischen den vielen Modellen kann man schon mal den Überblick verlieren. Wo liegt der Unterschied zwischen Mikro- und Voll-Hybrid? Was ist ein Plug-in-Hybrid? Wir bringen Licht ins Dunkel und haben die gängigsten Modelle hier aufgelistet:

 

Mikro-Hybrid

Grundsätzlich kennzeichnen sich Hybridfahrzeuge dadurch, dass zwei Energiewandler für den Antrieb eingesetzt werden. Der Antriebsmotor beim Mikro-Hybrid ist hierbei ein Verbrenner und wird von einem elektrischen Motor nicht unterstützt. Deshalb ist er streng genommen gar kein echter Hybrid. Vielmehr ist er eine Umschreibung für eine Start-Stopp-Automatik. Ein System für die Rückgewinnung von Energie beim Bremsen ist ebenfalls ein Merkmal dieses Fahrzeugs. Trotzdem sparst du durch die Motorabstellung im Stillstand Kraftstoff und senkst im Alltagsbetrieb den Verbrauch um rund zehn Prozent.

 

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Smart Fortwo Mikro-Hybrid (mhd) Start-Stopp-funktion schaltet Motor bei Stillstand automatisch ab

 

Mild-Hybrid

Bei diesen Fahrzeugen kommt ein Elektromotor zum Einsatz. Allerdings reichen dessen Drehmoment und die Akkuleistung nicht aus, das Auto alleine anzutreiben. Der E-Motor unterstützt den Verbrenner lediglich zur Leistungssteigerung. Nach diesem Prinzip sind z.B. die Hybridversionen von BMW und Mercedes Benz konstruiert.

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Mit der 48-Volt-Technologie weniger Verbrauch (VW)

 

Voll-Hybrid

Voll-Hybride sind mit einer elektrischen Leistung von mehr als 20 kW in der Lage rein elektromotorisch zu fahren. Damit leistet der Elektromotor einen nennenswerten Beitrag zum Fahren und sorgt dafür, dass das Auto auf kurzen Strecken allein mit der Kraft der E-Maschine vorankommt. Der BMW ActivHybrid X6 z.B. ist sogar in der Lage 60 km/h rein elektromotorisch zu fahren! Der erste und wichtigste Automobilhersteller in der Kategorie ist Toyota mit dem Toyota Prius.

Vollhybrid-antrieb.png

 

Plug-In-Hybrid

Der Plug-In-Hybrid ist eine Form des Voll-Hybrids. Im Gegensatz zu den normalen Hybridfahrzeugen, bei denen überschüssige Energie durch Bremsen zurückgewonnen und aufgeladen wird, kann die Batterie bei Plug-In-Hybriden auch über eine Steckdose gefüllt werden. Daher leitet sich auch der Name „plug in“ – „einstecken“ ab.

Die elektrische Reichweite steigt mit der Kapazität des Akkus. So kannst du mit Plug-In-Hybriden nicht nur kurze Distanzen, sondern auch längere Strecken ausschließlich elektrisch fahren.

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Der Toyota Prius Plug-In-Hybrid

 

Wie funktionieren Hybridfahrzeuge?

Der Verbrennungsmotor ist die Hauptantriebsquelle des Fahrzeugs. Dieser kann sowohl ein Diesel- als auch ein Benzinmotor sein. Der Elektromotor wird bei Bedarf zugeschaltet. Mit seinem hohen Drehmoment unterstützt dieser den Verbrennungsmotor. Darüber hinaus lädt er auch während der Fahrt die Batterie wieder auf und ist gleichzeitig der Anlasser für den Benzin- bzw. Dieselmotor. Überschüssige Energie wird von dem elektrischen Motor in einer Antriebsbatterie gespeichert. Ein Energieüberschuss entsteht z.B. durch gleichmäßiges Fahren auf Strecken ohne Steigung. Ein Steuersystem regelt, zu welchem Zeitpunkt welcher Antrieb genutzt wird. Der Hybridantrieb wählt auf die entsprechende Fahrtsituation angepasst automatisch die energiesparendste Kombination aus Verbrennungs- und elektrischem Motor.

Die meisten Hybride verfügen über eine Start-Stopp-Automatik. Der Verbrennungsmotor schaltet sich automatisch ab, sobald das Auto im Stillstand ist. Beim Abbremsen passiert dasselbe: Der Verbrennungsmotor schaltet sich ab oder läuft im Leerlauf mit. Beim Bremsen wird die Batterie des Fahrzeugs durch Energierückgewinnung wieder aufgeladen. Der Elektromotor hingegen wird beim Anfahren ebenso wie bei langsamen Fahrten durch die Stadt mit vielen Stop-and-go-Passagen angesteuert.

 

Der richtige Antrieb – auf die Situation kommt es an!

Der Verbrennungsmotor: Ausgelegt für hohe Geschwindigkeiten

+ verfügt über eine höhere Reichweite

+ lässt sich schnell auftanken

– Lärm & Abgase

– schlechte Energieeffizienz

 

Der elektrische Motor:

+ lautlos

+ arbeitet ohne Abgase

– geringe Reichweite

– längere Ladezeiten der Batterie

Der Hybridantrieb zeichnet sich dadurch aus, dass die beiden Motoren kombiniert werden und so die Vorteile genutzt und die Nachteile ausgeglichen werden. Es ist Situationsabhängig welcher der beiden Hybridantriebe angesteuert wird. Es wird automatisch die energiesparendste Kombination gewählt. Gleichzeitig kann auch nur ein Motor genutzt, wenn der andere in der aktuellen Fahrsituation keine Vorteile bietet.

 

Akku? Kraftstoff? – Wie tanke ich ein Hybridauto?

Hybridautos müssen im Gegensatz zu den herkömmlichen Elektroautos nicht an stationären Quellen aufgeladen werden. Stattdessen lädt der Elektromotor die Antriebsbatterie auf – externes Aufladen ist damit hinfällig.

Eine Ausnahme sind die Plug-In-Hybride. Diese können wie die normalen E-Autos zusätzlich an stationären Energiequellen aufgeladen werden.

Wie jedes andere Auto braucht auch der Verbrennungsmotor Kraftstoff. ABER: Die Fahrzeuge besitzen zum Teil Motoren, die über eine Vielstofffähigkeit verfügen. Was das bedeutet? Die Autos laufen selbst mit Rapsöl – man kann sie also mit allem betanken. Natürlich auch mit normalem Benzin bzw. Diesel. Eine weitere Alternative ist, den Verbrennungsmotor auf Biodiesel oder Autogas umzurüsten.

 

Sind Hybridautos wirklich umweltfreundlicher?

Nicht auf langen Strecken! Hybridfahrzeuge legen diese nämlich mit Hilfe ihres eingebauten Verbrennungsmotors zurück. Auf kurzen Strecken und vor allem im Stadtverkehr sind die Hybridautos laut Umweltbundesamt aber definitiv umweltfreundlicher als andere Fahrzeuge. Ist der Energiespeicher groß genug und darüber hinaus noch aufgeladen, kannst du mit dem Elektromotor Kurzstrecken z.B. bei einer Einkaufstour durch die Stadt ohne Probleme bewältigen. Sollte dir im wahrsten Sinne des Wortes doch mal der Strom ausgehen, kann dank des Hybridantriebs mit dem Verbrennungsmotor weitergefahren werden!

 

Vorzüge eines Hybridfahrzeugs

Der Konstruktionsaufwand ist beim Hybridauto wegen der doppelten Antriebstechnik höher als bei einem vergleichbaren Kraftfahrzeug, das nur eins der beiden Antriebssysteme nutzt. Hybridautos sind dennoch notwendig, weil die Abgasgrenzwerte mit einer Antriebsart alleine derzeit nicht einzuhalten sind. Um fossile Brennstoffe beim Fahrzeugantrieb zu ersetzen, ist eine Abkehr vom Benzin- und Dieselmotor notwendig. Reine Elektroautos sind zurzeit aber nur im Stadtverkehr eine echte Alternative. Wird das Fahrzeug für Überlandfahrten und längere Autobahnstrecken benötigt, ist das Hybridauto aktuell die beste Lösung.

 

Im Rahmen der Kfz-Versicherung können Fahrzeughalter sparen, indem beispielsweise auf besondere Öko-Anbieter geachtet wird. Allerdings sollten Sie den Ökobonus für Hybridantriebe genau

 

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